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TRACHTEN UND HÄUBCHEN AUS DER VERGANGENHEIT
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Salle Paul Masson-Volkstümliche Traditionen

    In der Vitrine linker Hand sehen Sie 3 Puppen in Lebensgrösse: eine Braut, ihren Bräutigam und seine Mutter. An der Qualität der Kleidung kann man sehen, daß es sich um eine wohlhabende Familie handelt. Mutter und Sohn sind in Schwarz gekleidet. Er trägt ein Kränzchen aus Orangenblüten im Knopfloch, passend zu dem Strauss, den die Braut an ihrer Taille trägt und zu ihrem Haarkranz.
    Die Braut trägt ein helles Kleid und eine schwarze, mit Samt bestickte Latzschürze. Das Schultertuch, der Kragen und die Kopfbedeckung sind aus Spitze.

    Die Häubchen sind meistens aus Nesselstoff oder sehr feinem Tüll angefertigt; die eingenähten Spitzen kommen aus Brüssel oder Calais.

    Die Frauen trugen damals runde oder ovale Haarknoten, die mit einem schwarzen, samtbestickten Netz aus Seide zusammengehalten wurden. Darüber trugen sie eine weiße Kappe und zuletzt das hohe, bestickte Häubchen - ein wahres Kunstwerk aus Spitze oder kleinen Fältchen.

 
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